Konzepte und Trends rund um den Kaffee auf der INTERNORGA

„In den vergangenen zehn Jahren hat sich eine sehr moderne Kaffeekultur etabliert, die vor allem durch die Ausbreitung von Coffee-Shops und stylishen Kaffeebars ausgelöst wurde“, erläutert Holger Preibisch, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes. Auf der INTERNORGA präsentieren führende Röster und Technik-Hersteller aktuelle Trends, Neuheiten und innovative Gastronomie-Konzepte rund um die schwarze Bohne. Die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt öffnet vom 9. bis 14. März auf dem Hamburger Messegelände.

Geballte Kaffeekompetenz erwartet die Besucher am Stand von MAHLKÖNIG GmbH & Co. KG. Hier zeigen der weltbeste Barista Alejandro Mendez und der Zweitplatzierte Pete Licata ihr Können und glänzen mit exquisitem Kaffeewissen. Zudem setzt das Hamburger Unternehmen als ein traditioneller Familienbetrieb auf individuelle, zum Teil von Hand gefertigte Mühlen gepaart mit innovativen Funktionen sowie modernem Design. Auf der INTERNORGA präsentiert MAHLKÖNIG die zum Patent angemeldete RFID Technologie für die seit Jahren bekannte K30 Espresso Mühle und die Espresso Variante, die ProM Mühle.

Ganz klar im Trend liegen nach Aussagen ausstellender Unternehmen Qualität und Vielfalt. Zugleich steigt die Nachfrage nach Kaffee aus nachhaltigem Anbau. Verbraucher setzen verstärkt auf sortenreine und zertifizierte Kaffees, beobachtet auch der Deutsche Kaffeeverband und erwartet für die kommenden Jahre eine Fortsetzung dieses Trends. Holger Preibisch: „Der Gesamtanteil von zertifizierten Kaffees dürfte bald deutlich steigen, da viele Kaffeeröster feste Zusagen getätigt haben, in naher Zukunft verstärkt nachhaltige Kaffees zu verkaufen. Auch immer mehr Gastronomen schenken Kaffees aus nachhaltigem Anbau aus. Wir stehen diesbezüglich vor einer Veränderung des Marktes.“

Frank Hilgenberg, Marketingleiter J.J. Darboven, bestätigt diese Einschätzung: „Wir sehen eine große Nachfrage nach Fairtrade- und Bio-Produkten. Vielen Verbrauchern ist die Verbindung von Genuss und nachhaltigem Handeln zunehmend wichtiger.“ Der Hamburger Kaffeeröster präsentiert auf der INTERNORGA umfassende Gesamtkonzepte mit individuell zusammenstellbaren Heißgetränke-Modulen.

Auch Katja Radünz, Marketing Management Franke Coffee Systems, sieht einen Trend hin zu mehr Vielfalt: „Der Gastronom sucht Differenzierungsmerkmale zum Haushaltsmarkt, in dem kleine Kaffeevollautomaten Latte Macchiato und Co. problemlos in akzeptabler Qualität einschenken. Der Außer-Haus-Markt nimmt daher kalten Milchschaum, Flavour und andere trendige Getränke-Ideen gern auf.“ Entsprechend steht auf der INTERNORGA bei Franke Coffee Systems die Thematik „kalter Milchschaum“ mit dem Konzept „Entfache die Vielfalt“ im Fokus. Außerdem stellt das Unternehmen ein neues Bedienkonzept via Touchdisplay vor.

Nach Ansicht von Harald Johanning-Meiners, Geschäftsführer Melitta SystemService, sind mit der gewachsenen Bedeutung des Kaffeegeschäftes auch die Anforderungen an die Mitarbeiter und die Technik gestiegen: „Gefragt sind neben einer sehr guten Kaffeequalität einfaches Handling und hohe Zuverlässigkeit der Kaffeemaschinen. Wir werden neben unseren Hochleistungs-Kaffeemaschinen auch unsere neuen Kaffee-, Schoko- und Teesortimente präsentieren. Im Fokus stehen die Vollautomaten Cafina APHA, Melitta c35 und die neue Version der Melitta bar-cube für das mittlere Preissegment, mit der sich nicht nur zwei Bohnensorten, sondern auch zwei Schokovarianten parallel verarbeiten lassen.“

Nestlé Professional stellt auf der INTERNORGA sein Gastronomiekonzept Nescafé Milano in den Mittelpunkt und zeigt seine Geräte- und Spezialitätenvielfalt von Table-Top Geräten bis hin zu Standgeräten im Vending-Bereich. Katja Zurmühlen, Marketing Managerin Beverages bei Nestlé Professional: „Als Top-Thema in der Gastronomie ist an erster Stelle Qualität zu nennen. Premium steht zunehmend im Fokus. Weitere wichtige Faktoren sind eine kurze Zubereitungszeit, kalkulierbare Kosten sowie eine schnelle und unproblematische Reinigung der Geräte.“

„Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Kaffees und Serviceleistungen zur Sicherung einer gleichbleibend hohen Qualität in der Tasse ist ungebrochen“, erklärt auch Karina Schneider, Sprecherin Unternehmensverantwortung & Food von Tchibo. Das Hamburger Unternehmen präsentiert auf der INTERNORGA ein neues Konzept für die Gastronomie und verspricht „auf zwei Quadratmetern perfekten Kaffeegenuss“.

Gastronomen sehen sich nach Auffassung von Melanie Nolte, Leiterin Vertriebsmarketing WMF Kaffeemaschinen, den immer facettenreicheren Wünsche der Kunden gegenüber: „Die Welt des Kaffees wird vielfältiger. Dabei sind individuelle Kaffee-/Milch-Mixgetränke ein stabiler und sehr lukrativer Trend. Deshalb werden besonders Kaffeevollautomaten nachgefragt, die eine breite Palette an Kaffeespezialitäten in höchster Qualität bieten. Auch Getränke mit weißer und dunkler Schokolade sind beliebt, ebenso Kaltgetränke mit Kaltmilch/Kaltschaum, individuellen Toppings oder Sirup-Shots.“ Für die INTERNORGA kündigt Melanie Nolte mehrere Innovationen an: „Dazu gehören das neue Milchsystem WMF Active Milk für heiße und kalte Milch sowie Milchschaum und die Premiere von zwei Kaffeemaschinen – eine im Einstiegssegment, eine im Premiumbereich.“

Qualität, Nachhaltigkeit und Vielfalt – dieser Dreiklang bestimmt die Kaffee-Welt. Welche Möglichkeiten die Unternehmen Gastronomen bieten, um diese Ansprüche zu erfüllen, zeigt die INTERNORGA. Die 86. Internationale Fachmesse für Hotellerie, Gastronomie, Gemeinschaftsverpflegung, Bäckereien und Konditoreien, ist vom 9. bis 14. März täglich von 10 bis 18 Uhr auf dem Hamburger Messegelände geöffnet. Mehr als 1.200 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentieren auf der INTERNORGA Neuheiten, Trends und Komplettlösungen für den gesamten Außer-Haus-Markt.

Weitere Informationen zur INTERNORGA unter: www.internorga.com

Kaffee macht nicht munter

Die Mediziner testen das Reaktionsvermögen von 80 Personen im Alter zwischen 18 bis 40 Jahren, die entweder ein Placebo oder drei koffeinierte Getränke zu sich genommen hatten. Das verblüffende Ergebnis: nur die Placebogruppe zeigte eine relevante Verkürzung der Reaktionszeit. Die Probanden, die Koffein zu sich genommen hatten, reagierten dagegen kaum besser und zum Teil sogar schlechter als sonst.

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20 Jahre Fair-Trade Kaffee

Seit der Gründung 1992 wurden mit diesen Produkten rund 2,1 Milliarden Euro umgesetzt. Knapp 70 Prozent der Deutschen ist das Label bekannt und 93 Prozent davon halten es für glaubwürdig. Kaffee ist nach wie vor das wichtigste Produkt: In den vergangenen zwanzig Jahren haben die Konsumenten elf Milliarden Tassen Fairtrade-Kaffee getrunken. Der Faire Handel bietet Unternehmen konkrete Handlungsschritte, sozial und ökologisch aktiv zu werden. Die Kleinbauern-Organisationen erhalten faire Preise für ihre Produkte und die Beschäftigten auf nachhaltig wirtschaftenden Plantagen finden gute Arbeitsbedingungen vor. Zusätzlich fördert die Fairtrade-Prämie Gemeinschaftsprojekte, die langfristig eine Zukunftsperspektive in den ländlichen Regionen aufzeigen. Aktuell profitieren rund 1,2 Millionen Menschen im globalen Süden von Fairtrade. Auch Lösungsansätze für Armutsbekämpfung, Ernährungssicherheit und Klimawandel werden geboten.
Heike Kreutz, www.aid.de

Mit FairTrade Kaffee soll sichergestellt werden, dass eines der wichtigsten Genussgüter in Deutschland mit Nachhaltigkeit angebaut wird. Nicht „nur“ für die Natur, sondern speziell die Menschen die den Kaffee anbauen und ernten sollen an der wirtschatlichen Entwicklung teilhaben. Fairtrade steht somit auch als Zeichen gegen illegale Kinderarbeit und Zwangsarbeit.

Brasilien

Insgesamt wurden 2011 ins Ausland mehr als 30 Millionen Kaffebohnensäcke, jeweils 60 kg, ausgeliefert.

Die Rekordgewinne wurden vor allem dank der weltweiten Preiserhöhung für das Produkt erreicht. Den größten Produktanteil im Export brachten die wertvollsten Kaffebohnen in der Sorte Arabica.

Der größte Produktabnehmer vom brasilianischen Kaffee bleiben die USA. Den zweiten Platz nimmt Deutschland und den dritten – Italien ein.

Spekulation macht Kaffee 2012 teurer

Gegenüber der Vorwoche legte die Kontraktzahl dabei um rund ein Viertel zu. Daten der US-Börsenaufsicht CFTC zeigten eine Netto-Long-Positionierung von insgesamt 671.915 Kontrakten. In der Woche zum 27. Dezember 2011 hatte der Wert bei 536.907 gelegen, so dass sich ein Anstieg um 25 Prozent ergab. Die Kontraktzahl für Kaffee legte dabei um rund 100 Prozent zu.

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Kaffee-Anbauländer

Kaffee ist eines der wichtigsten Handelsgüter der Welt. Die wichtigsten Produktionsländer sind Nord-, Mittel- und Südamerika, Afrika, Asien und Ozeanien. Kaffee wird heute in über 50 Ländern weltweit angebaut.

Brasilien und Kolumbien sind mit bis zu 45 Prozent die größten exportierenden Länder.

Exportländer

    • Indonesien
    • Guatemala
    • Uganda
    • Mexiko
    • Vietnam
    • Elfenbeinküste
    • Costa Rica
    • El Salvador
    • Äthiopien
    • Kenia
    • Kamerun
    • Kongo
    • Peru
    • Mexico
    • Ruanda
    • Sambia
    • Tansania
    • Burundi
    • Brasilien
    • Bolivien
    • Ecuador
    • Kolumbien
    • Venezuela

Die gesamte Weltproduktion von Kaffee liegt bei 85 bis 100 Millionen Sack à 60 Kilogramm pro Jahr. Rund 75 Millionen Sack Rohkaffee pro Jahr gehen in den Export.

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Kaffeebezeichnungen

    • Wiener Melange: Espresso mit Milch und Milchschaum
    • Franziskaner: Espresso mit Milch und Sahne
    • Kapuziner: doppelter Espresso mit Sahne
    • Kaffee verkehrt: Espresso mit viel Milch
    • Ristretto: Espresso mit 50% weniger Wasser (also mit 15 ml)
    • Espresso: 8 g Espresso (40 ml)
    • Espresso Doppio: doppelter Espresso (60 ml)
    • Espresso Macchiato: Espresso mit Milchschaum
    • Cortado: Espresso mit mehr Milchschaum als beim Espresso Macchiato
    • Espresso con panna: doppelter Espresso mit Sahne
    • Caffè Lungo/Café Crème/Schümli-Kaffee: mit Wasser verlängerter Espresso
    • Americano: mit Wasser verlängerter Espresso (das Wasser wird nachträglich zugefügt)
    • Cappuccino: Espresso mit Milchschaum
    • Caffè Nero: schwarzer Kaffee
    • Caffè Latte/Café au lait/Milchkaffee/Häferlkaffee: Milchkaffee (50 % Kaffee, 50 % Milch)
    • Latte Macchiato: Espresso, Milch und Milchschaum (jeweils 1/3)
    • Rüdesheimer Kaffee: Kaffee, Weinbrand, Zucker, Sahne
    • Pharisäer: Kaffee, Rum, Zucker, Sahne
    • Caffè Corretto: Espresso mit Grappa

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So kam der Kaffee nach Europa

Den Genuss des Kaffees lernte der Augsburger Arzt Leonhard Rauwolf schon 1573 kennen und berichtete 1582 darüber. Weitere Nachrichten über den Kaffee gelangten nach Italien 1592, durch den Arzt und Botaniker Prospero Alpino (Alpini).

In Venddig eröffnete das erste europäische Kaffeehaus 1645. Bald folgen weitere Kaffeehäuser in Oxford (1650) und London (1652). In Frankreich entstanden um 1659 weitere Einrichtungen in Marseille. Paris folgte 1672, nachdem ein Armenier in St. Germain eine Kaffeebude aufgeschlagen hatte. Das erste eigentliche Pariser Café war jedoch das Café Procope – „Le Proscope“, welches sich im Quartier Latin in Paris befindet. Es wurde erst um 1689 von dem Sizilianer Francesco Procopio dei Coltelli eröffnet.

Bereits vor dem ersten Kreuzzug lebten grichische Kaufleute in Wien. Der Grieche namens Johannes Theodat eröffnete bereits 1685 das erste Kaffeehaus in Wien. Zum Dank für seine Kurierdienste von den Stadtoberen erhielt er das Privileg , 20 Jahre lang als einziger Händler der Stadt Kaffee als Getränk verkaufen zu dürfen, und so eröffnete in seinem Wohnhaus am Haarmarkt, heute Rotenturmstraße 14, das erste Wiener Kaffeehaus. Dass der Pole Georg Franz Kolschitzky mit 500 Sack Kaffee, die durch den Sieg über die Türken vor Wien 1683 erbeutet worden wären, das erste Kaffeehaus eröffnet hätte, ist ins Reich der Legenden zu verweisen. Der Piarist Gottfried Uhlich setzte diese 1783 in seiner Chronik Geschichte der zweyten türkischen Belagerung Wiens, bey der hundertjährigen Gedächtnissfeier in die Welt.

Gleichwohl gelangte der Kaffee offenbar schon früher nach Deutschland. Das erste deutsche Kaffeehaus stand bereits 1673 in Bremen. Dort wurde im gleichen Jahr eine Ausschankgenehmigung an einen Holländer erteilt. In Hamburg eröffnete 1677 ein Engländer ein Kaffee- und Teehaus nach Londoner Vorbild, nachdem bereits erstmals 1668 Kaffee im Eimbeckschen Haus ausgeschenkt worden sein soll. Ein Niederländer folgt bald darauf und 1694 gab es in Hamburg bereits vier Kaffeehäuser. 1686 folgte Regensburg und Leipzig im Jahre 1694. 1697 entstand schließlich auch das Kaffeehaus im Bremer Schütting. 1675 kannte man Kaffee bereits am Hofe des Großen Kurfürsten in Berlin, doch wurde hier erst 1721 das erste Kaffeehaus errichtet.

Im 17. Jahrhundert wurde die Kaffeepflanze in holländischen Kolonien wie Java verbreitet und sicherte Holland eine Vormachtstellung im Handel.

Schnell breitete sich der Kaffeekonsum in immer weitere Gesellschaftskreise aus. Der Kaffeeimport und seine Regulierung erhielten insbesondere im merkantilistischen Wirtschaftssystem große Bedeutung. So verbot Friedrich der Große 1766 die private Einfuhr und den privaten Handel mit Kaffee. Lediglich der preußische Staat durfte mit Kaffee handeln. Dadurch sollte der Abfluss des Kapitals ins Ausland unterbunden und die Staatskasse gefüllt werden. Das Verbot zog aber vor allem einen umfassenden Schmuggel mit Kaffeebohnen nach sich. 1781 wurde in Preußen auch das Rösten des Kaffees für Privatleute verboten. Zur Überwachung des Verbots wurden so genannte „Kaffeeriecher“, ehemalige französische Soldaten, eingestellt. Diese sollten in den preußischen Kommunen die illegale Kaffeerösterei durch den Geruchssinn feststellen. 1787 wurde das staatliche Kaffeemonopol in Preußen wieder abgeschafft, weil sich die Kontrollen als ineffektiv erwiesen und der Schaden durch Schmuggel anstieg.

 

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