Cold Brew ist eine eigenständige Zubereitungsart, die völlig ohne Hitze auskommt. Das Ergebnis ist ein aromatischer, extrem milder Kaffee mit wenig Säure. Wir erklären, wie Sie kalt aufgegossenen Kaffee zu Hause perfekt zubereiten – egal ob mit der French Press, einem speziellen Cold Brew Maker oder einfach einem großen Glas.

Cold Brew Saison
Was ist Cold Brew? Kein gewöhnlicher Eiskaffee
Viele verwechseln Cold Brew mit gekühltem Filterkaffee. Doch während traditioneller Eiskaffee oder Iced Coffee zuerst heiß aufgebrüht und dann abgekühlt wird, entsteht Cold Brew durch einen langen, kalten Auszug. Grob gemahlener Kaffee zieht 12 bis 18 Stunden in kaltem Wasser. Da die Hitze fehlt, werden deutlich weniger Bitterstoffe und Säurebestandteile gelöst. Das Getränk ist daher von Natur aus sanft, schokoladig und extrem bekömmlich – ideal für alle mit empfindlichem Magen.
Das Grundrezept: Cold Brew Konzentrat selber machen
Die Zubereitung ist denkbar einfach. Für ein klassisches Cold Brew Konzentrat benötigen Sie:
- 100 g grob gemahlenen Kaffee (Mahlgrad ähnlich wie bei French Press)
- 1 Liter kaltes Wasser (gefiltert für besten Geschmack)
- Ein großes Gefäß (z. B. eine Karaffe oder ein Einmachglas)
- Einen Filter (feines Sieb, Kaffeefilter oder Cheesecloth)
Zubereitung:
- Kaffee und Wasser im Gefäß vermischen.
- Abgedeckt 12 bis 18 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. (Je länger, desto kräftiger.)
- Anschließend durch den Filter abgießen.
- Das Konzentrat hält sich im Kühlschrank mehrere Tage.
Serviert wird es je nach Geschmack: mit Wasser, Milch, Eiswürfeln oder als Basis für Milchshakes.
Welche Kaffeebohnen für Cold Brew? Tipps vom Profi
Nicht jede Bohne ist gleich gut geeignet. Für einen säurearmen Kaffee mit rundem Profil empfehlen sich schokoladig-nussige Sorten. Besonders beliebt:
- Brasilien Santos 100% Arabica – mild, nussig, geringe Säure
- Indien Cherry AA 100% Robusta – kräftig, vollmundig, extrem säurearm
- Colombia Supremo High Grown – etwas lebendiger, fruchtig, aber dennoch mild
Wer Single Origins mag, kann experimentieren. Entscheidend ist die Röstung: Traditionelle Holzfeuer-Trommelröstung (wie bei Kaffeestudio.at) sorgt für ein besonders mildes, säurearmes Geschmacksprofil – ideal für die Kaltextraktion.
Cold Brew vs. Iced Coffee: Die Unterschiede
| Merkmal | Cold Brew | Iced Coffee / Eiskaffee |
|---|---|---|
| Zubereitung | kalt, 12–18 h | heiß, dann gekühlt |
| Säuregehalt | sehr niedrig | mittel bis hoch |
| Bitterstoffe | gering | vorhanden |
| Haltbarkeit | mehrere Tage im Kühlschrank | wenige Stunden |
| Geschmack | weich, schokoladig | klassisch, oft mit Milch/Zucker |
FAQ: Häufige Fragen zu Cold Brew
Kann ich Cold Brew auch mit der Espressomaschine machen?
Nein – die Espressomaschine arbeitet mit Hitze und Druck. Cold Brew ist eine rein kalte Extraktion. Aber: Ein guter Espresso eignet sich hervorragend für Iced Coffee oder Eiskaffee.
Ist Cold Brew immer säurearm?
Ja, durch die fehlende Hitze werden Säuren kaum extrahiert. In Kombination mit schonend gerösteten Bohnen (z. B. Holzfeuer-Röstung) entsteht ein extrem milder Kaffee mit wenig Säure.
Welcher Mahlgrad ist optimal?
Grob gemahlen – etwa wie Salz oder für eine French Press. Zu feiner Mahlgrad führt zu Schwebstoffen und Bitterkeit.
Weitere Tipps für perfekten Cold Brew
- Qualität zählt: Verwenden Sie frische Bohnen aus dem Online-Shop einer Spezialitätenrösterei.
- Rühren nicht vergessen: Zu Beginn einmal umrühren, damit alle Kaffeeteilchen benetzt sind.
- Mit Aromen spielen: Eine Zimtstange, Vanilleschote oder Orangenzeste mitziehen lassen.
- Saison verlängern: Das Konzentrat ist auch hervorragend für Cocktails oder als Basis für Eiskaffee-Variationen.
Fazit: Die Cold Brew Saison ist eröffnet
Wer in der warmen Jahreszeit auf der Suche nach einem bekömmlichen, aromatischen Kaffeegetränk ist, liegt mit Cold Brew genau richtig. Die Zubereitung ist kinderleicht, das Ergebnis überzeugt durch wenig Säure und eine samtige Textur. Kombinieren Sie die Kaltextraktion mit schonend holzfeuergetrommelröster Bohnen – und Ihr Sommerkaffee wird zum Genuss.

