Eine neue Langzeitstudie, veröffentlicht im renommierten „Journal of the American Medical Association“ (JAMA), liefert endlich klare Antworten: Der regelmäßige Genuss von Kaffee und Tee kann das Risiko, an Demenz zu erkranken, signifikant senken. Besonders spannend für Kaffeeliebhaber: Die positive Wirkung ist an das Koffein gebunden.

Studie: Kaffee und Tee senken Demenzrisiko
Der lang ersehnte Beweis aus 43 Jahren Forschung
Die Wissenschaft hat sich lange schwergetan, eindeutige Belege für den Einfluss von Kaffee auf die kognitive Gesundheit zu finden. Oft wurden in Studien koffeinhaltiger und entkoffeinierter Kaffee nicht sauber getrennt. Eine neue, umfassende prospektive Kohortenstudie unter der Leitung von Yu Zhang et al. schafft nun Abhilfe.
Die Forscher werteten die Daten von über 131.000 Teilnehmern aus zwei der größten und längsten Gesundheitsstudien der USA aus: der Nurses‘ Health Study (NHS) und der Health Professionals Follow-up Study (HPFS) . Über einen beeindruckenden Zeitraum von bis zu 43 Jahren wurde der Gesundheitszustand der Probanden verfolgt. Dabei wurden mehr als 11.000 Demenzfälle dokumentiert und mit dem Konsumverhalten von Kaffee und Tee abgeglichen.
Die wichtigsten Ergebnisse der Studie im Überblick
Die Ergebnisse sind deutlich und für alle Kaffeeliebhaber äußerst positiv:
- Kaffee mit Koffein schützt das Gehirn: Teilnehmer mit dem höchsten Konsum von koffeinhaltigem Kaffee (ca. 2-3 Tassen pro Tag) hatten ein 18 Prozent geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken, als diejenigen, die fast nie Kaffee tranken.
- Tee wirkt ähnlich: Auch ein regelmäßiger Teekonsum von etwa 1-2 Tassen pro Tag zeigte vergleichbare positive Effekte auf die Demenzprävention.
- Koffein ist der Schlüssel: Der Genuss von entkoffeiniertem Kaffee zeigte keinen signifikanten Zusammenhang mit einem verringerten Demenzrisiko oder einer besseren kognitiven Leistung. Die schützende Wirkung ist also eindeutig an das Koffein gebunden.
- Schutz vor kognitivem Abbau: Neben dem geringeren Erkrankungsrisiko berichteten Kaffeetrinker seltener über subjektiven kognitiven Abbau (Gefühl, dass Gedächtnis und Denkfähigkeit nachlassen). In einer Teilgruppe der Studie schnitten sie zudem in objektiven Telefon-Gedächtnistests (TICS) leicht besser ab.
Die ideale Dosis: 2-3 Tassen Kaffee pro Tag
Die Studie führte auch eine sogenannte Dosis-Wirkungs-Analyse durch. Dabei zeigte sich, dass der Schutzeffekt nicht linear immer weiter steigt. Der größte Unterschied im Demenzrisiko wurde bei einem moderaten Konsum festgestellt: etwa 2 bis 3 Tassen koffeinhaltiger Kaffee pro Tag oder 1 bis 2 Tassen Tee.
Was bedeutet das für Sie als Kaffeeliebhaber?
Diese Studie liefert die lang ersehnte Bestätigung, dass Ihr tägliches Ritual nicht nur genussvoll, sondern auch förderlich für Ihre langfristige Gesundheit ist. Ein moderater Konsum von zwei bis drei Tassen hochwertigem, koffeinhaltigem Kaffee kann ein einfacher und genussvoller Beitrag zur Demenzprävention sein.
Fazit: Ein starkes Argument für Ihre tägliche Tasse
Die im JAMA veröffentlichte Langzeitstudie liefert starke Evidenz: Kaffee und Tee sind Genussmittel mit gesundheitlichem Mehrwert. Sie sind keine Wundermittel, aber sie sind Teil eines Lebensstils, der das Risiko für eine der größten Volkskrankheiten unserer Zeit senken kann. Also, genießen Sie Ihre nächste Tasse mit gutem Gewissen – für den Geschmack und für Ihren Geist.
Die Original Studie Coffee and Tea Intake, Dementia Risk, and Cognitive Function können Sie hier lesen: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/41661604/

