Kaffee ist das beliebteste Heißgetränk in Deutschland. Rund 161 Liter davon trinkt jede Person hierzulande im Durchschnitt pro Jahr. Das sind etwa drei Tassen am Tag. Ob als Filterkaffee am Frühstückstisch, cremiger Latte Macchiato gemütlich im Café oder schneller Espresso zwischendurch, Kaffee weckt nicht nur müde Geister, er ist Ritual, Genussmittel und sozialer Kitt zugleich.
Kaffee – von der Plantage bis in die Tasse
Kaffee steckt dabei von der Kaffeepflanze bis zur Kaffeetasse voller spannender Details. Die neuen Artikel des Bundeszentrums für Ernährung informieren über die gesamte Lebensmittelkette des Kaffees.
Ein paar Einblicke
Auf dem Acker: Der Kaffeeanbau findet hauptsächlich im sogenannten „Kaffeegürtel“ statt, einem Länderband rund um den Äquator – hauptsächlich in Brasilien, Vietnam und Kolumbien. Dort gedeihen die Kaffeepflanzen in höheren Lagen mit gleichmäßigem Klima besonders gut. Die beiden wichtigsten Sorten sind Arabica und Robusta, die sich in Geschmack, Koffeingehalt und Anbaubedingungen deutlich unterscheiden.
Von der Ernte in den Handel: Die Kaffeeernte ist überwiegend Handarbeit. Für 500 Gramm Kaffeebohnen müssen zweieinhalb Kilogramm Kaffeekirschen geerntet werden. Nur reife, rote Kaffeekirschen können eine hohe Qualität sichern. Nach der Ernte müssen die Kaffeebohnen aufwendig aufbereitet werden. Anschließend werden die Bohnen gereinigt, sortiert und in Säcken in die Zielländer exportiert. Dort erfolgt das Rösten. Dieser entscheidende Schritt entwickelt das typische Aroma und die charakteristische Farbe.
Vom Einkauf in die Küche: Kaffee lässt sich auf viele Arten zubereiten. Jede ergibt ein anderes Geschmackserlebnis. Damit man beim nächsten Einkauf die passende Kaffeesorte für die gewünschte Zubereitungsart findet, zeigt der Artikel die Unterschiede bei den Sorten, den Variationen und den oft ländertypischen Kaffeespezialitäten. Ob French Press, Siebträger, Vollautomat oder Handfilter – die Wahl des richtigen Mahlgrads, die Dosierung und die Wasserqualität entscheiden über das Ergebnis in der Tasse. Kaffee sollte luftdicht und lichtgeschützt gelagert und möglichst erst kurz vor der Zubereitung gemahlen werden.
Gesundheit und Umwelt: Kaffee kann aufgrund des enthaltenen Koffeins wach machen und anregend wirken. Vier bis fünf Tassen Kaffee am Tag sind für gesunde Menschen unbedenklich. Wer Kaffee aus zertifiziertem nachhaltigem Anbau trinkt – etwa mit Fairtrade-, Bio- oder Rainforest-Alliance-Siegel – unterstützt sowohl gerechte Arbeitsbedingungen als auch den Umweltschutz. Verena Dorloff, bzfe.de
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