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Globaler Kaffeekonsum 2025

Kaffee trinken

Warum Specialty Coffee den Markt treibt – und was das für Espressomaschinen bedeutet. Die CoffeeBI-Analyse „Global Coffee Consumption Trends 2025“ zeigt: Specialty Coffee, Gen Z und neue Märkte treiben den Kaffeemarkt. Erfahre, welche Espressomaschine jetzt zu diesen Trends passt.

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Globaler Kaffeekonsum 2025

Globaler Kaffeemarkt 2025: Wachstum dank Specialty Coffee

Der weltweite Kaffeemarkt wächst 2025 kräftig und erreicht laut der Analyseplattform CoffeeBI auf Basis mehrerer Marktstudien ein Volumen von rund 473,10 Milliarden US‑Dollar. Davon entfallen etwa 96,45 Milliarden US‑Dollar auf den Konsum zu Hause, während Out‑of‑Home‑Kanäle wie Restaurants, Bars und Cafés mit rund 376,70 Milliarden US‑Dollar den größten Anteil haben. Für den Heimkonsum wird ein jährliches Wachstum von knapp 3% bis 2029 erwartet – ein klares Signal, dass immer mehr Menschen Barista‑Qualität in die eigene Küche verlagern. Die Auswertung „Global Coffee Consumption Trends 2025: Youth, Specialty, and Market Expansion Drive Growth“ von CoffeeBI fasst diese Entwicklung auf Basis von Quellen wie GourmetPro, Precedence Research und weiteren Studien detailliert zusammen.

Für Espressomaschinen bedeutet das: Der heimische Markt wird anspruchsvoller, preissensibler – und gleichzeitig bereit, für echte Qualität zu bezahlen. Wer heute in eine Espressomaschine investiert, erwartet mehr als „irgendwie Kaffee“: präzise Temperatursteuerung, stabile Extraktion und die Möglichkeit, hochwertige Specialty‑Bohnen optimal auszureizen.

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Gen Z und Specialty Coffee: Die neue Espressogeneration

Ein zentrales Ergebnis der von CoffeeBI referenzierten Daten ist der demografische Wandel im Kaffeekonsum. Gen Z steigt deutlich früher in den Markt ein und beginnt im Schnitt schon mit etwa 15 Jahren regelmäßig Kaffee zu trinken, während Millennials meist erst zwischen 18 und 20 Jahren zur Tasse gegriffen haben. Diese frühere Gewöhnung an Kaffee erweitert nicht nur die Konsumentenbasis, sondern verändert auch die Erwartungen an Qualität, Nachhaltigkeit und Individualisierung.

Parallel dazu erlebt Specialty Coffee vor allem in den USA einen historischen Höhepunkt: 66% der Bevölkerung trinken täglich Kaffee, und 64% der 25‑ bis 39‑Jährigen greifen laut Specialty Coffee Association wöchentlich zu Spezialitätenkaffee. Besonders auffällig: Specialty‑Trinker konsumieren überdurchschnittlich häufig außer Haus – 35% gegenüber 20% bei klassischen Kaffeetrinkern –, bringen ihre Qualitätsansprüche aber zunehmend mit nach Hause. Für Espressomaschinen‑Hersteller und Händler heißt das: Eine Generation, die in Third‑Wave‑Cafés groß geworden ist, fühlt sich erst dann abgeholt, wenn die Maschine zuhause ähnliche Ergebnisse liefert wie der Lieblingsbarista.

Gesundheit, Premiumisierung und Technik: Warum zu Hause aufgerüstet wird

Ein weiterer Treiber, den CoffeeBI in seiner Auswertung hervorhebt, ist die veränderte Wahrnehmung der gesundheitlichen Wirkung von Kaffee. Laut Specialty Coffee Association glauben 61% der Specialty‑Kaffeetrinker in den USA, dass Kaffee gut für ihre Gesundheit ist – unterstützt durch regulatorische Entscheidungen wie die Möglichkeit, einfachen Kaffee als „healthy“ zu labeln. Ein Getränk, das als genussvoll und gleichzeitig gesundheitlich akzeptiert gilt, wird nicht mehr als Laster, sondern als Alltagsritual mit Qualitätsanspruch wahrgenommen.

Gleichzeitig verstärkt sich weltweit der Trend zur Premiumisierung: Hochwertige, handwerklich geröstete Kaffees, limitierte Editionen und „Craft Coffee“ werden vor allem in Europa zu wichtigen Wachstumstreibern. Studien, auf die CoffeeBI verweist, betonen, dass Premium‑ und Specialty‑Segmente in vielen Märkten deutlich stärker zulegen als der Massenmarkt. Wer 20–40 Euro pro Kilo für Single‑Origin‑Espresso bezahlt, erwartet, dass die Espressomaschine Temperatur, Druck und Extraktionszeit so stabil hält, dass sich feine Aromendifferenzen wirklich im Cup wiederfinden.

Regionale Dynamik: Neue Märkte, neue Bohnen, neue Anforderungen

Die von CoffeeBI zusammengefassten Marktdaten zeigen, dass der Kaffeemarkt nicht nur in klassischen Konsumländern wächst, sondern vor allem in dynamischen Regionen an Fahrt gewinnt. Besonders Asien – mit Ländern wie Indonesien, Indien, den Philippinen, Thailand und Vietnam – tritt gleichzeitig als Produzent und als wachsender Konsument auf. Hinzu kommen eine rasch wachsende Kaffeekultur in Osteuropa und im Mittleren Osten, in denen Cafés und Coffee Shops zum festen Bestandteil urbaner Lebensstile werden.

Auf Produktionsseite erwartet der USDA für 2025/26 eine Rekordmenge von rund 178,7 Millionen 60‑kg‑Säcken, angetrieben durch die Erholung in Vietnam und Indonesien sowie Rekordernte in Äthiopien. Trotz dieser hohen Produktion bleibt das Preisniveau wegen knapper Lagerbestände und wachsender Nachfrage hoch; der ICO‑Preisindex liegt laut den in der CoffeeBI‑Studie zitierten Daten mehr als 90% über dem Stand von vor zwei Jahren. Für den Heimgebrauch bedeutet das: Wer in teure Bohnen investiert, will möglichst wenig verschwenden – und braucht daher Maschinen, die reproduzierbar extrahieren, präzise arbeiten und auch bei kleinen Dosen stabil bleiben.

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Chancen für Espressomaschinen: Welche Features jetzt entscheidend sind

Die von CoffeeBI ausgewerteten Marktberichte zeigen: In reifen Märkten wie den USA nähert sich das Massen‑Segment zwar der Sättigung, doch der Specialty‑Kaffeemarkt soll bis 2030 mit rund 9,5% pro Jahr wachsen und ein Volumen von etwa 81,8 Milliarden US‑Dollar erreichen. Marken, die sich klar über Qualität, Storytelling und Nachhaltigkeit differenzieren, können in diesem Umfeld Premiumpreise durchsetzen. Für Espressomaschinen heißt das: Mittelmaß reicht nicht mehr – gefragt sind klar positionierte Produkte mit überzeugendem Nutzwert.

Für den Heimmarkt lassen sich aus den CoffeeBI‑Ergebnissen mehrere Schlüsselfunktionen ableiten, die für moderne Espressomaschinen relevant sind:

Strategie für Hersteller, Händler und Heimbaristas

Die von CoffeeBI kuratierte Studie kommt zu dem Schluss, dass Wachstum vor allem dort stattfindet, wo Angebote auf Qualität, Innovation und differenzierte Zielgruppenansprache setzen. Für Hersteller und Händler von Espressomaschinen bedeutet das: Erfolgreich ist, wer die Sprache der Specialty‑Welt spricht, ohne Einsteigern Angst vor Technik und Investition zu machen. Sinnvoll sind modulare Produktlinien – von gut ausgestatteten Einsteigermodellen bis zu High‑End‑Siebträgern mit vollem Temperatur‑ und Druckprofiling –, die alle dieselbe Grundbotschaft teilen: Kontrolle über die Extraktion und Wertschätzung für die Bohne.

Heimbaristas wiederum können die Trends nutzen, um bewusster zu investieren: in eine Mühle, die feine Abstufungen zulässt, in eine Espressomaschine, die reproduzierbar arbeitet, und in Bohnen, die mit Transparenz und Herkunftsgeschichte überzeugen. Die von CoffeeBI zusammengetragenen Zahlen und Studien stützen klar die These, dass sich dieser Anspruch in den nächsten Jahren eher verstärkt als abschwächt – der ideale Zeitpunkt also, die eigene Espresso‑Infrastruktur zukunftsfähig aufzustellen.

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